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Hast du auch ständig zu wenig Geld?

Heute darf ich Sonja May interviewen, die mir durch ihre Authentizität aufgefallen ist. Sie ist Coach und begleitet vor allem Selbständige in die Fülle. Wobei das sicherlich mehr bedeutet als Geld. 

 

Liebe Sonja, was bedeutet für dich Wohlstand – Erfolg – Fülle?

 

Du sagst es. Fülle bedeutet auf jeden Fall mehr als Geld.  Es geht ja um das innere Gefühl, erfüllt zu sein und jeden Menschen erfüllen andere Dinge. Fülle bedeutet für mich, das Leben zu genießen. Wirklich im Hier & Jetzt zu sein und mich zu spüren im gegenwärtigen Moment. Fülle bedeutet auch, mir und anderen Wünsche zu erfüllen (steckt ja schon im Wort erfüllen). Und das Gefühl zu haben, es ist von allem mehr als genug vorhanden.

Erfolg für mich persönlich ist, das Leben wirklich nach meinen Wünschen zu gestalten. Das zu tun, worauf ich Lust habe. Authentisch mich zu leben und anderen Menschen zu ihrem beruflichen, aber auch privaten Erfolg, zu verhelfen.

Und natürlich spielt da Geld in unserem System eine Rolle. Geld ist für viele ein Zeichen von Erfolg...

Es ist ein tolles Mittel zum Zweck um  Wünsche zu erfüllen, das Unternehmen zum Wachsen zu bringen, tolle Projekte zu unterstützen, zu spenden und auch um die Welt zu verändern.

Geld kann nicht alles. Aber es macht einfach so viel mehr möglich.

 

Du hast selbst Coachings genutzt, um dir ein Online-Business aufzubauen. Eine gescheiterte Selbständigkeit hattest du bereits hinter dir. Was würdest du heute sagen: Was war damals dein größter Fehler?

 

Fehler würde ich es nicht nennen. Für mich gibt es die nicht. Es sind Erfahrungen.

Ich habe völlig naiv gestartet ohne jegliche Struktur, ohne Plan und eher still und leise. Ich kam ausgebrannt aus einem Angestelltenverhältnis und wollte mein Ding durchziehen, habe eine wirklich süße Praxis angemietet und gehofft, dass die Menschen von alleine kommen.  Im Nachhinein weiß ich, dass ich unglaubliche Angst hatte, mich zu zeigen. Mich mit dem zu zeigen, was ich zu bieten habe. Die Praxis war im Hinterhof - also konnte ich mich „verstecken“. Ich unternahm kaum etwas, um mich zu zeigen und auf mich aufmerksam zu machen. Es war mir unangenehm und ungewohnt über mich und meine Arbeit zu sprechen. Vermutlich aus der Angst nicht gut genug zu sein. Angst davor, bewertet zu werden. Angst davor, das nicht zu halten, was ich verspreche...

Diese Ängste haben viele Selbstständige - vor allem am Anfang - jedoch ist dir das nicht bewusst. Im Vordergrund merkst du eben nur, du bist wie gelähmt und kommst nicht weiter, es kommen wenig bis keine Kunden und das Business kommt einfach nicht richtig ins Laufen. Und anstatt an dir selbst zu arbeiten und deine inneren Blockaden nach und nach loszulassen, machst du vielleicht die 742zigste Ausbildung, um „noch besser“ zu werden...

 

Oh ja – das kenne ich auch zu gut. Was würdest du genau diesen Menschen empfehlen, die in einer solchen Situation stecken? Gibt es sowas wie „drei Supertipps“? Vielleicht etwas, was dir auch auf deinem Weg geholfen hat?

 

Ich kann empfehlen, mit folgenden Fragen zu arbeiten. Nimm dir was zu schreiben und spür in dich hinein, um diese Fragen zu beantworten. 

  1. Was wäre das Schlimmste was passieren könnte, wenn du deine Ziele erreichst? Z.B. wenn jetzt viele Kunden kommen würden, oder wenn jetzt mehr Geld zu dir fließen würde. Oder eben, wenn du richtig erfolgreich wärst. Ja, das Schlimmste! Vielleicht befürchtest du unbewusst Dinge wie “Dann hab ich keine Zeit mehr“ oder „Wenn ich viel Geld habe, muss ich aufpassen, dass ich es nicht wieder verliere...” etc.
  2. Wie dient dir der jetzige Zustand noch? Welche Vorteile hast du vom momentanen Zustand?

Das sind super Fragen! Danke. 
Welche Erkenntnis hat dich persönlich am meisten gestärkt? Wo hattest du so einen richtigen AHA-Effekt?

 

Wow, da gibt es echt Vieles!

  • Vor allem das Dranbleiben. Auch wenn es mal echt schwierig ist, zahlt sich Durchhalten aus. Es stimmt nicht, dass sich alles “leicht” anfühlen muss.
  • Dann die Erkenntnis, dass ich nicht alleine bin. Ich nehme Hilfe an, wenn ich denke ich benötige sie. Ich habe es aufgegeben zu denken, dass ich alles alleine machen muss und eine Alleinkämpfende bin. Das hat mich jahrelang nicht weiter gebracht...
  • Außerdem ist eine Vision, sprich, ein “höheres Ziel”, sehr anspornend. Also, wenn du beginnst, dein Business nicht nur für dich zu führen, um reich oder vielleicht berühmt zu werden, sondern an den Nutzen deiner Mitmenschen bzw. der ganzen Welt denkst, hat das eine ganz ganz andere Kraft.

Dir begegnen sicher auch oft Menschen, die gar nicht wissen, was ihre Vision ist. Wie kann man seine Vision herausfinden? Hast du da Tipps?

 

Die Frage ist nicht kurz zu beantworten. Es kommt darauf an, wie du eine Vision definierst. Eine Vision, also ein Zukunftsbild, für dich? Dein Business? Die Welt? Die meisten meiner Kunden haben ein Vision. Auch oftmals ohne es genau zu wissen :) Oft kommt die Vision auch beim Tun. Es ist nicht notwendig, erst eine große Vision zu haben und dann erst zu starten. Meiner Meinung nach, ist es auch völlig ausreichend, zu sagen: „Hey, ich mach jetzt das, was ich liebe und möchte mein Geld damit verdienen und mich und meine Familie versorgen.“ Der Rest ergibt sich im Verlauf.

 

Du kannst dir einfach mal ehrlich die Frage stellen, was dich eigentlich antreibt und dich durchhalten lässt, wenn es mal nicht so einfach ist.

 

Es gibt viele Menschen, die sagen immer wieder „Ich hab kein Geld“ oder „Ich kann es mir nicht leisten“. Was würdest du ihnen sagen / raten wollen?

 

Ha, diese Sätze sind total sabotierend.

  1. Wenn du raus aus diesem „Ich-kann-es-mir-nicht-leisten-Mangel“ möchtest, verwandle den Satz in: „Es ist gerade nicht meine Priorität in… zu investieren oder … zu kaufen“. So ist es schließlich auch. Denn wenn du etwas unbedingt erreichen, haben oder tun möchtest, wirst du alles dafür in Bewegung setzen, um es dir möglich zu machen.
  2. Streiche diese Sätze rigoros aus deinem Wortschatz und aus deinen Gedanken. Dir geschieht nach deinem Glaube, also sei achtsam mit deinen Gedanken und deinen Aussagen. Du manifestierst dir immer und immer wieder eine Mangel-Situation, wenn du so sprichst.
  3. Frage dich lieber: „Wie kann ich es mir leisten?“ oder „Was wäre, wenn es doch möglich wäre?“ Möglichkeiten werden sich bieten, wenn du dich dafür öffnest. Unser Universum steckt voller Möglichkeiten. Mindestens 100 mehr, als du dir jetzt gerade vorstellen kannst.

Was würdest du sagen, sind die Voraussetzungen, um in der Fülle leben zu können?

 

Wir hier, vor allem in der westlichen Welt, haben alle Voraussetzungen in der Fülle zu leben.

 

Was glaubst du, ist der größte Erfolgsverhinderer?

 

Immer wir selbst. Und zwar dann, wenn wir wieder vergessen, welch unendliches schöpferischen Wesen wir sind.

 

Was denkst du, wieviel % das Mindset ausmacht?

 

Ich wage es zu behaupten, dass Mindset - in Sachen Fülle - alles ist. Also, um es genauer zu definieren: Das, was wir glauben, denken und natürlich fühlen, bestimmt uns und formt unser Leben.

Wenn du glaubst, dass du in Fülle lebst, dir erlaubst in Fülle zu leben und für dich Fülle ein natürlicher Zustand ist, wirst du natürlich folglich gute Gedanken dazu haben. Diese guten Gedanken lassen dich positiv und erfüllt fühlen. Und dieses Fühlen bestimmt deine Handlungen. Also wirst du unbewusst durch dein Handeln auch immer mehr Fülle in dein Leben ziehen.  Und anders herum genauso. Wenn du nicht daran glaubst, denkst du hinderlich, fühlst dich im Mangel, usw…. 

 

Danke für die inhaltsreichen Antworten und dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast.

 

Sehr gerne Kerstin und danke dir für die tollen Fragen. Hat mir wirklich Spaß gemacht.

 

Magst du zum Abschluss des Interviews noch eine Botschaft an die Leser richten?

Gibt es sowas wie eine Essenz aus deiner Sicht? 

 

Vertraue deiner Intuition. Gib nicht auf und finde dich nicht mit Dingen ab, die du verändern kannst. Es ist alles in dir und du kannst alles sein, tun und haben, was du willst. 


Du findest Sonja auf ihrer Homepage:

www.sonjamay.de 

 

Zudem bietet sie gerade einen kostenlosen Workshop vom 12.10. bis 16.10. an: 

„Zauberhaftes Geld“

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Kommentare: 2
  • #1

    Petra Lunzer-Tamas (Freitag, 02 Oktober 2020 09:43)

    Ein wirklich tolles Interview. Herzlichen Dank!

  • #2

    Sonja May (Samstag, 03 Oktober 2020 20:41)

    Liebe Kerstin, danke für die tollen Fragen! Und danke liebe Petra für dein Kompliment :)